Gewinnbuch
Ratgeber

Meldegrenze: 30 Verkäufe oder 2.000 € im Jahr

Seit 2023 melden Online-Plattformen dem Bundeszentralamt für Steuern, wer bei ihnen viel verkauft. Ab 30 Verkäufen oder mehr als 2.000 € im Jahr bist du dabei. Was das heißt und was nicht.

Stand: 13.10.2026. Allgemeine Information, keine Steuerberatung.

Wer gemeldet wird

Das Plattformen-Steuertransparenzgesetz setzt die EU-Richtlinie DAC7 in Deutschland um. Danach melden Online-Marktplätze wie eBay, Vinted oder Kleinanzeigen einmal im Jahr Verkäufer an das Bundeszentralamt für Steuern. Ausgenommen ist, wer im Kalenderjahr auf der Plattform weniger als 30 Verkäufe hatte und dabei nicht mehr als 2.000 € eingenommen hat.

Anders gesagt: Sobald du eine der beiden Grenzen erreichst, meldet die Plattform dich.

  • 30 Verkäufe zu je 5 € sind 150 €, trotzdem wirst du gemeldet.
  • Drei Verkäufe über zusammen 2.100 € reichen ebenfalls.

Die Grenze gilt pro Plattform

Jede Plattform zählt für sich. Wer auf eBay 20 Mal und auf Vinted 20 Mal verkauft, bleibt auf beiden Plattformen unter 30 Verkäufen. Gezählt wird immer das Kalenderjahr, am 1. Januar beginnt die Zählung neu.

Was gemeldet wird

Die Plattform übermittelt unter anderem deinen Namen, deine Anschrift, dein Geburtsdatum, deine Steuer-Identifikationsnummer und dein Bankkonto, dazu die Zahl deiner Verkäufe, die Einnahmen je Quartal und die Gebühren, die sie dir berechnet hat. Deshalb fragen Plattformen nach der Steuer-ID, sobald du in die Nähe der Grenze kommst. Die gemeldeten Angaben bekommst du von der Plattform ebenfalls mitgeteilt.

Heißt eine Meldung, dass Steuern anfallen?

Nein, nicht automatisch. Die Meldung ist eine Information an das Finanzamt, keine Steuerforderung. Ob für deine Verkäufe Einkommensteuer anfällt, hängt davon ab, was du verkaufst, wie lange du es vorher besessen hast und ob du gewerblich handelst. Wer nur den eigenen Kleiderschrank ausmistet, hat meist andere Fragen als jemand, der gezielt einkauft, um weiterzuverkaufen. Mehr dazu im Artikel Privat verkaufen: die Jahresfrist und die Freigrenze.

Was du tun kannst

  • Mitzählen: Halte pro Plattform fest, wie viele Verkäufe du hast und was du eingenommen hast. Der kostenlose Meldegrenzen-Check rechnet es dir aus.
  • Belege aufheben: Was hast du wann für wie viel gekauft? Wer das später nachweisen kann, hat es bei Rückfragen leichter.
  • Gewinn statt Umsatz sehen: Gemeldet werden Einnahmen, aber was zählt, ist, was nach Einkauf, Gebühren und Versand übrig bleibt.

Den Überblick behält Gewinnbuch für dich

Verkäufe in Sekunden eintragen, die Gebühr ist vorbelegt. Gewinnbuch zählt pro Plattform mit, zeigt die Jahresfrist jedes Artikels und was im Jahr übrig bleibt. Ohne Konto, die Daten bleiben auf deinem iPhone.

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Quellen

Dieser Artikel erklärt allgemein, wie die Regeln funktionieren. Er ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Ob und wie viel Steuer anfällt, klärst du mit dem Finanzamt oder einer Steuerberatung.